Planet Jumble - Ansichten eines Killerspielers

Anziehungskräfte

Erstellt am: 22.09.2009

Als ich noch ein junger Springinsfeld war, spielte ich (mal alleine, mal mit Freunden) auf dem Amiga. Dabei hatte es uns ein Spiel besonders angetan. Dieses habe ich per Zufall in einer Freeware-Sammlung gefunden – und das war damals noch nicht so einfach mit Google und dann schwupps herunterladen, nein, nein! Damals gab es Reihen von Public-Domain-Disketten, Fred Fish könnte dem einen oder anderen älteren Semester noch ein Begriff sein. Von einer solchen Reihe haben wir uns dann ausgedruckte Listen mit kurzen Beschreibungen von Disketteninhalten zuschicken lassen, und jeder hat sich ein paar Flachscheiben ausgesucht, die wir dann für ein paar Mark bestellten. Dann mussten wir hoffen, dass die Disketten tatsächlich brauchbare Programme oder gar spaßige Spiele enthielten, und ab und zu wurden wir mit echten Perlen belohnt.

Eine davon – wenn nicht sogar die dickste – war Turbo Raketti. Ein Gravitationsshooter für zwei Spieler im Splitscreen, mit wechselbaren Waffen, pixelgenauer Kollisionsabfrage, perfekter Steuerung, Rennkursen, komplett in… Finnisch!?! Aber die Sprache war keine große Hürde, schnell hat man alle Optionen herausgefunden, und bald war uns auch klar, dass voitit Sieg und hävisit Niederlage hieß. Nach ein wenig mehr Stöbern auf den Listen fanden wir sogar den Nachfolger: Turbo Raketti II, welcher in allen Belangen eine Verbesserung darstellte. Dieses Video stammt von der offiziellen Seite, wo man das Spiel auch noch gratis herunterladen kann – es ist zwar unspektakulär, aber es reicht für einen kurzen Einblick.


Bloß war dem Amiga nicht der endgültige Siegeszug in der Spielemaschinenwelt vergönnt, und somit haben wir jahrelang nach einem würdigen Nachfolger auf einem moderneren Spielsystem gesucht, damals bevorzugt dem PC. Aber was wir auch fanden, es hatte immer irgendwelche gravierenden (hah!) Mängel – sei es die Steuerung, die instabile Bildrate, oder schlicht fehlernder Spaß.

Nun freue mich wie ein Schnitzel auf ein Spiel, welches vor einer Weile für PS3 und PSP angekündigt wurde: Gravity Crash. Es handelt sich um einen PlayStation-Network-Titel, also zum Herunterladen, und es soll wohl noch dieses Jahr erscheinen (einen genauen Termin gibt es aber noch nicht). Was ich bisher davon gesehen und gelesen habe, lässt mich wundern, ob die Entwickler nicht früher auch Turbo Raketti gespielt haben.


Etwas später im Trailer wird kurz etwas vom Multiplayer gezeigt, diesmal bis zu vier Spieler. Laut den Entwicklern wird das Spiel jederzeit mit 60 Bildern pro Sekunde laufen, pixelgenaue Kollisionsabfrage besitzen und auch Rennen bieten. Zudem gibt es einen interessant aussehenden Singleplayer-Modus und einen Level-Editor. Ich habe durchaus Hoffnung, dass Turbo Raketti II endlich einen würdigen Erben erhält. :D

Splitfish hat gehört

Erstellt am: 07.05.2007

Vor einer Weile wurde ich von einer E-Mail der deutschen Vertretung von Splitfish (Cyberhaven) überrascht. Offensichtlich wurde meine Vorschau auf den spezielle PlayStation-Maus-Controller gelesen und mein abschließender Aufruf erhöhrt. Ich sollte nämlich ein Testexemplar erhalten, und das ist auch eine Weile später geschehen. Es hatte sogar noch Begleitung, dazu folgt in nächster Zeit ein eigener Beitrag. Und nun, wie versprochen, wenn auch spät, kommt mein…

Testbericht Splitfish edgeFX

Beim Auspacken ist mir gleich aufgefallen, dass das Äußere leider nicht ganz so edel ausfällt wie in der Design-Studie, die man im Netz sehen konnte, aber immer noch schick und griffig. Das Steuerkreuz ist nun doch nicht genau so wie beim originalen DualShock – aber das ist bei keinem Dritthersteller so, offenbar hat Sony darauf ein Patent – immerhin ist es sinnvollerweise in Form eines Plus und keine ungenaue runde Wabbelscheibe. Sinnvoll ist auch die endgültige Anordnung der Symbol-Knöpfe an der linken Seite der Maus – diese sind nun wie beim DualShock im Viereck angeordnet, nicht mehr in einer Reihe wie ursprünglich angedacht. Alles ist gut erreichbar und liegt prima in der Hand.

edgeFX

Was? Wie? Planet schreibt diesmal keinen seitenlangen Monsterbeitrag? Doch, doch, keine Panik! Wie es weiter geht, und ob ich nach dem Anschließen an die PS2 immer noch glücklich war, erfahrt ihn nach einem kleinen Klick… :D

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Spielkonsolen sind besser als PCs

Erstellt am: 03.04.2007

OK, dann will ich mal meine Postfaulheit überwinden und mich mal wieder zurückmelden. Und zwar mit etwas, das mich in letzter Zeit immer wieder nervt, aber dazu gleich mehr. Vorher möchte ich noch kurz ankündigen, dass ich jetzt nicht wieder in den verspäteten Winterschlaf verfalle. Statt dessen wird hier in den nächsten Tagen ein neues, (hoffentlich) interessantes Review auftauchen, aber mehr wird erst mal nicht verraten! :P

Kommen wir mal zum Anlass dieses Postings: immer wieder in den letzten Wochen musste ich ansehen, wie in den Foren die PlayStation 3 mit PCs verglichen wird. So mancher kommt da zum Schluss, dass selbst ein heutiger 600 Euro-PC die Konsole in allen Belangen, auch bei Spielen, locker in die Tasche steckt. Wer ebenso denkt, dem möchte ich mal eine Aufgabe stellen. Man nehme einen PC mit folgenden Eckdaten:

  • 300 MHz Prozessor (das war so zu Zeiten von Pentium 2)
  • 32 MB Hauptspeicher
  • Grafikkarte mit 4 MB Speicher (kennt noch jemand 3dfx Voodoo?)
  • 2X DVD-Laufwerk
  • Keine Festplatte

Und versuche bitte darauf ein vergleichbares Spiel laufen zu lassen – ohne jegliche Ladezeiten, absolut flüssig, mit Surround Sound!


Willkommen zuhause, Rumble!

Erstellt am: 03.03.2007

*bzzzt* *bzzzt*

Das scheinbar Unmögliche ist geschehen – die Gebete von unzähligen Spielern wurden erhört – Sony hat sich mit Immersion geeinigt und die jahrelangen Patentstreitigkeiten beigelegt! Damit ist jetzt von rechtlicher Seite dem Vibrieren von Gamepads auf Sony-Konsolen keine Hürde mehr in den Weg gestellt.

In der gemeinsamen Pressemitteilung wird von baldiger Entwicklung von fortschrittlicher Rütteltechnologie für aktuelle Sony-Geräte gesprochen. Aber Achtung: es ist noch kein konkretes Gerät angekündigt! Man kann also noch nicht mit Gewissheit sagen, wann und in welcher Form dieses Abkommen für die PS3 Früchte tragen wird – vorerst bleibt alles beim Alten und auch unsere kommenden Geräte rüttellos.

Meine Vermutung sieht so aus: Sony wird irgendwann später im Jahr ein neues Pad als Zubehör herausbringen, welches neben den SIXAXIS-Sensoren auch noch die passende moderne Rüttelei von Immersion beinhaltet. Dann hat man die Wahl zwischen dem leichten “normalen” SIXAXIS und dem wahrscheinlich etwas teureren, mit Sicherheit etwas schwereren SIXAXIS Tremor (Name frei erfunden). Ein offizielles Ansteck-Zubehör halte ich für unwahrscheinlich, weil neben der Handlichkeit die Stromversorgung problematisch wäre.

Die Zukunft sieht langsam aber sicher immer besser aus. Und sollten sich die Gerüchte bewahrheiten, was Sony nächste Woche auf der Game Developer Conference an Neuigkeiten zu bieten hat, dann wage ich zu sagen: Sony ist wieder voll auf Kurs.

Endlich gibt es mal wieder gute Nachrichten für angehende PlayStation-3-Besitzer! Sony hat jetzt die Preise für herunterladbare Spiele bekannt gegeben, und diese sind wirklich fair für Europäer ausgefallen: es werden nämlich zumindest in einer Einführungsphase zwischen 2,99€ und 9,99€ pro Spiel fällig, in den USA derzeit bis zu 17$ (12,92€). Hoffen wir mal, dass es nach der Einführungsphase nicht zu weit nach oben geht. Kostenpflichtige Erweiterungen zu manchen Spielen (siehe z.B. Oblivion) wird es ab 0,99€ geben. Zunächst werden zum Start am 23. März vier Kaufspiele im PlayStation Store verfügbar sein:

  • BlastFactor
  • flOw
  • Super Rub a Dub
  • Tekken 5: Dark Resurrection

Ein paar weitere werden sicher schnell folgen, es sind ja auch schon einige in den USA und Japan fertig – man möchte halt nicht das ganze Pulver am ersten Tag verschießen. Darüber findet man auch noch kostenlose spielbare Demos wie z.B. Gran Turismo HD und Trailer zu Filmen und Spielen.

Schon etwas länger bekannt ist die Tatsache, dass zumindest Sony die Preise für die “normalen” Spiele auf Blu-ray-Disc gegenüber der PlayStation 2 nicht erhöht. Das ist hierzulande (nach Merkelsteuererhöhung) eine unverbindliche Preisempfehlung von 61,99€ – die Straßenpreise liegen sicher wieder etwas darunter. Auch dies ist nicht selbstverständlich, denn in den USA stiegen diese von 49,99$ (PS2) auf 59,99$ (PS3). Aber es zeichnet sich leider schon ab, dass einige andere Publisher ihre Spiele etwas teurer machen werden, man wird sicher einige mit Preisschildern von 69,99€ entdecken, was auf der PS2 extrem selten war. Da liegt es halt am Kunden selbst, ob das Erfolg hat – bleiben diese Spiele wie Blei liegen, kommen sie vielleicht auch schnell wieder auf das “normale” Niveau herunter.

Alles in Allem können wir mit den Preisen recht zufrieden sein, vor allem bei den Downloadinhalten. Vielleicht hat Sony ja eingesehen, dass sie Europa nicht immer nur benachteiligen können, wir werden es in den nächsten Monaten sehen. Wenn man das mal mit Nintendo vergleicht, wo man die Preise mit Punkten angibt: dort kosten z.B. Nintendo-64-Spiele zum Herunterladen auf den Wii weltweit identisch 1000 Punkte. Diese Punkte muss man aber in den USA mit 10$ und bei uns mit 10€ bezahlen, also 31,6% mehr. Sony ist hier insbesondere in Europa im Vergleich geradezu günstig, das kannte man so bisher nicht. Für 10€ kriegt man da den neuesten Ableger der Tekken-Serie, der in der höchsten Auflösung 1080p läuft! Was hierzulande ein PS1-Spiel kosten wird, ist zwar noch nicht bekannt, aber in den USA liegt es bei brauchbaren 5,99$

Also Sony, bitte weiter so! :)

Sony, bitte sag mir:

Erstellt am: 23.02.2007

Weshalb lasst ihr nichts unversucht, uns Europäer von der PlayStation 3 zu vergraulen?

Nicht kaufen!

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, Sony möchte die PlayStation 3 gar nicht wirklich verkaufen, insbesondere hier in Europa. Jedenfalls stolpern sie von einem Fettnäpfchen zum nächsten und beharren stur auf unpopulären Entscheidungen.

Zum Thema Rumble: OK, ich habe ja verstanden, dass ihr das für PS3-Spiele nicht haben wollt. Aber warum versucht ihr anscheinend krampfhaft auch noch Force-Feedback-Lenkräder von der PS3 auszusperren? Warum bietet ihr nicht den oft verlangten Adapter für alte PS1- und PS2-Controller an? Und warum verhindert ihr künstlich, dass solche Adapter von Fremdanbietern wenigstens bei PS1- und PS2-Spielen Rumble bieten?

Und jetzt kommt der nächste Kracher! Da hat sich Sony doch noch letztes Jahr dazu bekannt, dass die Abwärtskompatibilität zur PS1 und PS2 eine wichtige Eigenschaft des Geräts darstellt. Zitat: “…it’s important to make it as close to perfect as possible.” Schließlich haben auch die letzten Firmwareupdates diesbezüglich teils massive Verbesserungen gebracht. Und auf einmal ist das alles vergessen!

Denn es kommt jetzt schon eine neue Revision der Hardware, welche nicht wie zuvor alle wichtigen Chips der PlayStation 2 enthält, um eine nahezu hunderprozentige Kompatibilität herzustellen. Die neue Revision macht dies mit Software, welche zwar auf der einen Seite theoretisch einige Möglichkeiten zur verbesserten Darstellung bietet (was nicht heißt, dass die neue PS3 dies auch nutzt), aber auf der anderen Seite natürlich nicht die gleiche Kompatibilität aufweist. So heißt es bereits: “…PS3 to be compatible with a broad range of original PlayStation® (PS) titles and a limited range of PlayStation®2 (PS2) titles.” Viele PS1-Titel und eine beschränkte Auswahl an PS2-Titeln? Das ist sehr sehr weit entfernt von as close to perfect as possible! Zwar sollen in Zukunft weitere Updates die Kompatibilität zu mehr Titeln herstellen, aber es wird explizit gesagt, dass dies kein Hauptaugenmerk (mehr) ist.

Und das Beste am ganzen ist: wir in Europa kriegen gleich vom ersten Tag an nur die neue abgespeckte PS3! Kein einziges Gerät kommt auf den Markt, mit der man 99,9% der europäischen PS1- und PS2-Spiele spielen könnte, die US- und Japangeräte können nur die Titel aus der jeweiligen Region starten. Der einzige Vorteil dabei liegt auf Sonys Seite, weil das Einsparen der Chips natürlich die Herstellungskosten senkt. Aber denkt nur nicht, dass davon auch nur ein Cent an uns weitergegeben wird, ganz im Gegenteil! So ist der Preis in Europa (600€) schon höher als im Rest der Welt, und einige Euro-Länder wie Irland und Griechenland werden mit 630€ bzw. 660€ nochmal extra zur Kasse gebeten, und GB ist ein höherer Preis ja fast schon normal.

Das Tüpfelchen auf dem i ist dabei auch noch, dass man hierzulande auf unbestimmte Zeit nicht die Möglichkeit hat, die 100 Euro günstigere PS3 mit 20GB-Festplatte zu kaufen. Dabei ist diese ein echter Geheimtipp! Die Unterschiede zur 60GB-Version sind nämlich echt zu verschmerzen:

  • Die kleinere Festplatte lässt sich gegen eine handelsübliche Notebookfestplatte austauschen, zum Beispiel 120 GB ab 70 Euro. Der Austausch ist simpel, im Handbuch beschrieben und führt nicht zum Verlust der Garantie.
  • Den Kartenleser der 60GB-Variante braucht man nicht wirklich, und wenn doch: man soll auch einen handelsüblichen USB-Kartenlesen anschließen können. Oder man weicht auf USB-Sticks aus.
  • Das fehlende WLAN wird in zukünftigen Firmwareupdates über ein (nicht seltenes) Heimnetzwerk mit WLAN-Router vollständig ersetzbar sein. Außerdem soll man auch dafür zukünftig USB-Adapter verwenden können.
  • Die silbern glänzenden Zierleisten sind zwar schnieke, aber es gibt auch schon etliches Drittanbieter-Zubehör, wenn man seine PS3 unbedingt pimpen muss…

Unterm Strich kann man so für 30 Euro weniger den doppelten Festplattenplatz haben, oder mit weniger Platz auskommen und 100 Euro sparen. Aber laut Sony gibt es für die “kleinere” Version nicht genügend Bedarf. Ich frage mich nur, wie man diesen Bedarf misst…?

Fassen wir einmal zusammen, welches Angebot uns Sony mit dem PlayStation-3-Start am 23. März vorlegt:

  • Den weltweit höchsten Preis
  • Den spätesten Release (5 Monate nach USA und Japan)
  • Die schlechteste Abwärtskompatibilität
  • Eine veringerte Auswahl

Da kann ich wirklich nur noch einmal fragen: warum macht ihr es uns so schwer? :(

Der ultimative Controller

Erstellt am: 30.01.2007

EdgeFX

Habe ich nicht noch neulich gesagt, dass man mit dem PC Egoshooter besser spielen kann als mit einer Konsole? Dafür gibt es jetzt zumindest teilweise eine Lösung: im Bild oben kann man edgeFX sehen, eine Maus speziell für die PlayStation 2. Jetzt wird sich der eine oder andere fragen, was daran so speziell ist, man kann schon von Anfang dank der USB-Ports Tastatur und Maus an die PS2 anschließen. Das Problem dabei ist, dass diese von so gut wie keinem Spiel unterstützt werden und damit dieses Feature völlig nutzlos ist.

Ganz anders ist das mit edgeFX, denn man schließt es einfach an den Controllerport an und es funktioniert (prinzipiell) mit jedem Spiel! Für die Konsole sieht es so aus, als wäre ein ganz normaler Controller angeschlossen. Die Bewegungen der Maus werden in die Signale des rechten Analogsticks übersetzt, die restlichen Steuerungsmöglichkeiten sind gleich geblieben. Natürlich lässt sich nicht jedes Spiel hiermit besser steuern, zumal viele Spiele den rechten Analogstick überhaupt nicht benötigen. Aber für die meisten Egoshooter (und einige Actionspiele) ist die Maus deutlich besser geeignet.

Wer Bedenken hat, ob das mit der Übersetzung der Maussignale so wirklich funktioniert: ich konnte es leider bisher noch nicht testen, aber es gibt viele Berichte, dass dieses Prinzip mit den meisten Egoshootern überraschend gut funktioniert. Es gab nämlich schon zuvor Adapter für Tastatur und Maus (z.B. SmartJoy FRAG), die auf dem gleichen Prinzip basieren. Aber gegenüber diesen hat edgeFX viele Vorteile:

  • Man kann bequem auf dem Sofa liegen bleiben und muss sich nicht über einen (vor dem Fernseher meist besonders niedrigen) Tisch beugen.
  • Für die Laufsteuerung kann man den linken Analogstick wesentlich präziser verwenden als die rein digitale Tastatur.
  • Es ist wesentlich weniger sperrig als ein komplettes Setup mit Maus, Tastatur und Adapter, zumal man von der Tastatur die wenigsten Tasten verwenden kann.
  • Die edgeFX-Maus hat die Rumble-Funktion des DualShock-Pads geerbt (abschaltbar).
  • Es gibt ein kleines Rad, mit dem man im laufenden Spiel die Empfindlichkeit der Maus einstellen kann, und eine Taste für Präzisionsschüsse.

Nun ist die PlayStation 2 nicht mehr so ganz die jüngste Konsole, und an die PlayStation 3 kann man dieses Gerät mangels Controllerport nicht so ohne weiteres verwenden. Aber keine Panik: mit Hilfe eines Adapters ist das kein Problem. Nicht nur für PS2-Spiele auf der PS3, sondern auch für manche PS3-Spiele wird man edgeFX weiter verwenden können. Oder man wartet gleich auf die angekündigte Version speziell für die PS3 (für die XBox 360 übrigens auch).

Wenn ich jetzt bloß ein Testexemplar hätte, dann würde ich einen ausführlichen Praxisbericht schreiben! (Huhu, Splitfish, hört ihr mich?) :D

OK, zugegeben, ein wenig grob pauschalisiert ist diese These schon. Und bestimmte Genres funktionieren auf dem PC schon besser, so ist für Egoshooter sicherlich Maus und Tastatur wesentlich besser geeignet als ein Gamepad. Dafür gibt es meiner Meinung nach jede Menge äußerst interessante Spiele ausschließlich auf bestimmten Konsolen, bei PC-Spielen reizen mich hingegen nur sehr wenige. Aber auch, wenn man jetzt mal unabhängig vom konkreten Spiel die Rahmenbedingungen betrachtet, hat die Konsole etliche Vorteile. Und damit meine ich nicht nur, dass man sich dabei bequem aufs Sofa fletzen kann, anstatt aufrecht im Chefsessel zu sitzen, wie man es schon den ganzen Tag über auf der Arbeit getan hat.

Wenn man mit dem PC ein neues Spiel spielen möchte, muss man folgende Schritte durchlaufen:

  1. Scheibe einlegen
  2. Installation anfangen
  3. Installation wieder abbrechen und erst mal genügend Platz auf der Partition freischaufeln
  4. Installation noch einmal anfangen
  5. warten
  6. Spiel starten
  7. Nachdem das Spiel gemeldet hat, dass es die Original-DVD nicht finden konnte, weil der Kopierschutz sich nicht mit dem Laufwerk verträgt, Patch für das Spiel suchen, herunterladen und installieren
  8. Spiel wieder starten
  9. Anfangen zu spielen
  10. Wieder zurück ins Hauptmenü gehen und die Grafikdetails einstellen
  11. Schritte 9 und 10 wiederholen, bis es flüssig läuft und dennoch einigermaßen gut aussieht, eventuell auch noch einmal später im Spiel, wenn mehr auf dem Bildschirm los ist
  12. Weiterspielen
  13. Spiel wieder abbrechen, weil das Gamepad nicht erkannt wird – dieser Adapter für PS2-Pads funktioniert halt komischerweise nur, wenn er (USB zum Trotz) auch beim Booten eingestöpselt war, hätte ich doch lieber den anderen gekauft…
  14. Rechner neu starten
  15. Spiel wieder starten
  16. Spielen

Auf einer Konsole sieht das dann so aus:

  1. Scheibe einlegen
  2. Spielen

Dabei habe ich noch etliche andere Details weggelassen, die PC-Spieler häufig plagen. Man kann nämlich noch von Glück sagen, wenn der nicht selten gleich zum Start benötigte Patch (für welches Problem auch immer) überhaupt schon verfügbar ist. Dann sollte man eventuell laufende Hintergrundprozesse oder Browserfenster mit Flashanimationen tunlichst noch abschießen. Und dabei hat sich das Prozedere in den letzten Jahren erheblich erleichtert, z. B. musste man früher mit inkompatiblem DirectX-Versionen kämpfen, die vom Spiel ungefragt auf die Platte geknallt wurden. Oder man musste zwingend ein Tool installieren, damit die Spiele nicht immer den Röhrenmonitor auf flimmerige 60 Hertz umschalten. Und, so kann ich gleich mal prophezeien: das Ganze wird in den nächsten Jahren mit der Einführung von Windows Vista als Spieleplattform wieder komplizierter werden.

Dazu kommt noch die Hardwareproblematik – ist das Spiel recht neu, kann man es eventuell auch mit noch so viel Mühe nicht so einstellen, dass es flüssig läuft. Dann muss mehr Speicher oder eine bessere Grafikkarte her, und wer schon mal einen PC aufgerüstet hat, der weiß, dass dies nicht so unkompliziert ist, wie man meinen könnte. Da verträgt sich der neue Speicher nicht mit dem alten und man hat nichts gewonnen, da findet man keine Grafikkarte mit vernünftigem Preis-/Leistungsverhältnis, weil man noch AGP hat oder man kriegt keine schnellere CPU, die noch in dem alten Mainboard läuft. So wird es dann doch wieder ein ganzes Aufrüstpaket – au weia, schon wieder mehr ausgegeben als geplant. Als Konsolenspieler kauft man sich alle 4-6 Jahre ein neues Gerät und hat Ruhe! Ein Spiele-PC hingegen, der seit 2 Jahren nicht mehr aufgerüstet wurde, ist für aktuelle Spiele so gut wie unbrauchbar.

Und lasst es euch ja nicht einfallen, die alten Spiele in einem Anflug von Nostalgie noch einmal hervorzukramen. Schon mal versucht, ein 10 Jahre altes PC-Spiel zu starten? Meistens hat man keine Chance, das zum Laufen zu kriegen, oder wenn es läuft, dann gerne mal im Zeitraffer, so dass man durch einen Tastendruck in einem Sekundenbruchteil 100 Meter weit läuft und nur vor eine Wand nach der anderen knallt. Und dann kommt ein Gegner und es steht schneller Game Over dort als man gucken kann. Es gibt ein paar nette Tools, mit denen man alte Spiele manchmal wieder vernünftig zum Laufen kriegt, oder manchmal finden sich Fans von den alten Spielen, die das eigentliche Programm komplett neu schreiben, um damit die alten Spiele unter neuester (oder gar exotischer) Hardware zum Laufen zu kriegen. Aber das ist Fummelarbeit, nichts für Computerlaien und auf die gesamte Spielebibliothek bezogen ein Glücksspiel.

Bei Konsolen ist es wesentlich einfacher, die meist sehr kompakte Hardware irgendwo im Schrank zu lagern – wer macht so etwas mit seinen alten PCs? Oder zum Beispiel die PlayStation: die hat ja mittlerweile mehr als 11 Jahre auf dem Buckel. Meine ist leider vor einigen Jahren kaputt gegangen, deswegen spiele ich meine PS1-Spiele (problemlos) auf der PlayStation 2. Und im März erscheint ja bekanntlich die PlayStation 3 – man wird sie, nach der Geschichte seiner Vorgänger zu urteilen, auch noch in 10 Jahren im Laden kaufen können – und siehe da: es laufen darauf mit sehr wenigen Ausnahmen sämtliche Spiele der PlayStation 1 (und 2) genau so, wie sie es auf ihrer eigentlichen Konsole taten. Das ist nur ein Grund, warum Konsolenspiele einen recht hohen Wiederverkaufswert haben, während kaum jemand bereit ist, für 5 oder mehr Jahre alte PC-Spiele überhaupt noch Geld zu bezahlen.

Konsolenspiele sind einfach perfekt an die Hardware angepasst, laufen weitestgehend flüssig oder gar perfekt und sehen trotzdem gut aus. Beim PC kriegt man immer nur Screenshots zu sehen, in denen sämtliche Details und Bildverbesserungsmaßnahmen eingeschaltet sind – spielen tut man natürlich nicht mit solchen Einstellungen, es soll ja schließlich flott laufen, aber theoretisch sieht es besser aus! Dass es natürlich für PC und jede Konsole auch reichlich Gurken gibt, die schlecht aussehen und mies laufen, ist klar, es werden hier nur die Toptitel betrachtet.

Und während man auf dem PC für eine hübschere Grafik in aller Regel auch die Hardware aufrüsten muss, bekommt man auf der Konsole die optischen Verbesserungen quasi geschenkt! Die unveränderliche Plattform ermöglicht es den Entwicklern, auch noch das letzte aus der Hardware herauszuquetschen, weil man diese nach 3-5 Jahren einfach in- und auswendig kennt. Was heutzutage auf der PS2 läuft, geht technisch darüber hinaus, was man ihr vor 5 Jahren zugetraut hätte. Vergleicht man aktuelle Spiele mit den Frühwerken, wohlgemerkt welche, die für damalige Verhältnisse sehr gut aussahen (”drop dead gorgeous“), liegen Welten dazwischen, auch wenn das erst in Bewegung so richtig deutlich wird. Also bleibt man auch in diesen 4 bis 6 Jahren nicht auf dem selben Niveau stehen und hat immer was zu staunen, obwohl logischerweise die größten Verbesserungen erst mit dem Konsolenwechsel kommen.

Und die Gesamtheit der Spieler (zumindest der Käufer) ist offensichtlich der gleichen Ansicht wie ich: während 2006 der Umsatz an Computerspielen lediglich 0,57% zunahm, sind im selben Zeitraum die Videospielverkäufe um 11% gewachsen! Das ist zum Abschluss auch noch ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl an die Musikmafia: hier “verschwindet” “euer” Geld, nicht bei den “Raubkopierern”! Die Menschen können nicht mehr Geld für die eine Sache ausgeben, ohne in andere Sache weniger zu investieren. Jedenfalls nicht, ohne mehr Geld für Konsum zur Verfügung zu haben, und das verhindert seit etlichen Jahren unsere Regierung recht erfolgreich.

PlayStation 3 – Teil 3: die Features

Erstellt am: 17.11.2006

PS3 Retail-Box
Es ist tatsächlich so weit, die PlayStation 3 ist offiziell erhältlich… in Japan… mit verschwindend geringen Stückzahlen… und natürlich längst ausverkauft! :D

Aber es sollen jetzt angeblich jede Woche bis zu 100.000 weitere Geräte eintreffen. In den USA wird es ab morgen (Freitag) auch rund 400.000 PS3-Besitzer geben, nur wir Europäer müssen ja bekanntlich noch bis März warten. Immerhin kann sich jeder ab morgen schon mal einen Onlinenamen sichern, der weltweit eindeutig ist. So müssen wir keine Angst haben, dass alle möglichen interessanten Nicks im März längst vergeben sind. Derweil werden die ersten verfügbaren japanischen Exemplare schon mal gründlich auseinandergenommen und auf Herz und Nieren geprüft.

Nachdem ich nun im letzten Teil mich dem Kontrollzentrum gewidmet habe, will ich in diesem Teil die Funktionen vorstellen, die man damit nutzen kann. Der Controller hat jetzt übrigens endlich einen offiziellen Namen gekriegt: SIXAXIS – ein nettes Palindrom, kurz und griffig, beschreibt die wichtigste Neuerung, mir gefällts. Aber leider gab es kein Last-Minute-Geheimfeature, wie ich kurz am Ende erwähnte, das hat sich als reines Gerücht herausgestellt. Doch kommen wir mal zu dem, was wirklich drin steckt.

Spiele

Das ist natürlich die wichtigste Funktion jeder Spielkonsole, auch wenn sie noch so viele andere willkommene Features hat. Und hier enttäuscht die PS3 nicht. Zwar gibt es nicht sehr viele interessante Launchtitel (varriert je nach Geschmack), aber immerhin gibt es um die 20 Titel, die noch dieses Jahr erscheinen, und Anfang 2007 geht es munter weiter. Davon sind viele Titel Umsetzungen von der XBox 360 oder PC, aber auch einige exklusive Perlen. Hervorheben möchte ich hier den Vorzeige-Egoshooter Resistance: Fall of Man. Tolle Grafik, extrem stabile Bildrate, toller Sound, gute Steuerung die auch die Besonderheiten von SIXAXIS ausnutzt, fesselnde Atmosphäre und Story, interessante ungewöhnliche Waffen, äußerst umfangreicher Onlinemodus mit vielen Varianten und bis zu 40 Spielern ohne technische Probleme! Das alles ist wahrlich nicht selbstverständlich für einen Stunde-0-Titel.

Man kann aber natürlich auch die “alten” Spiele für PlayStation 1 und 2 weiter verwenden. Jedoch gibt es derzeit leider noch keine Möglichkeit, dafür das alte Zubehör (DualShock-Gamepads, Lenkräder, Gitarrencontroller) anzuschließen, es sei denn, es handelt sich um USB-Geräte (EyeToy, Buzz, Singstar). Lediglich für die Memory Cards gibt es einen Adapter, damit man die alten Spielstände auf die Festplatte kopieren und auf der PS3 weiterspielen kann. Diese werden dann auf der Festplatte als virtuelle Memory Cards angelegt (ob nun kopiert oder komplett neu). Die Kompatibilität ist recht gut, aber es gibt noch eine Liste von Spielen, die noch nicht einwandfrei laufen, das wird in Zukunft noch über Systemupdates verbessert. Was man jedoch leider nicht erwarten darf, ist dass die alten Titel in irgend einer Weise mit der leistungsstarken PS3-Hardware aufgebessert werden. Um die volle Kompatibilität sicherzustellen, steckt nämlich der Chipsatz der PS2 mit in der PS3, so dass die PS3-Chips da gar nicht zum Einsatz kommen. Das könnte sich in Zukunft aber durchaus noch ändern.

Die Oberfläche

Cross Media Bar

Die Benutzerschnittstelle ist die sogenannte Cross Media Bar (XMB), die auch schon bei einigen anderen Sony-Produkten zum Einsatz kam, unter anderem natürlich in der PlayStation Portable. Das Ding ist sehr flott und unkompliziert zu handhaben. Es teil die Funktionen in logische Gruppen ein (z.B. Einstellungen, Musik, Video), die man auf der Horizontalen wählt. In der Vertikalen finden sich dann die einzelnen Einstellmöglichkeiten oder etwa die Musikdateien und -Ordner.

Dabei hat man die Möglichkeit, mehrere Benutzer einzurichten. Für jeden werden dann einige Einstellungen, die Kontaktlisten (siehe unten) und Spielstände individuell verwaltet. Beim Systemstart wird man dann gefragt, wer denn nun gerade dran ist. Es kann aber immer nur einer eingeloggt sein, der andere wird dann ausgeloggt.

Mediaplayer

Wenn man mal nicht spielt, kann man die PS3 als vielseitigen Mediaplayer gebrauchen. Das fängt bei den unterschiedlichen Datenscheiben an, die man einlegen kann: Musik-CDs, das eher exotische SACD-Format, Video-DVDs und das neue HD-Filmformat Blu-ray-Disc werden anstandslos abgespielt. Musik-CDs kann man auch auf die Festplatte kopieren, Dateiformat und Datenrate wählbar.

Da kommen wir auch gleich zu den Dateien, die man verwenden kann. Als Musikdateien gehen wie bereits erwähnt als MP3, AAC oder Attrac, dabei kann man (im Gegensatz zur PlayStation Portable) Musik starten und anschließend eine der anderen Funktionen der XMB verwenden, während die Musik im Hintergrund weiterspielt. Ein kleines aber nützliches Detail, dass man sehr gut mit der Fotofunktion (alle gängigen Dateiformate) verwenden kann. Dafür gibt es auch einige sehr ansprechende Slideshow-Funktionen. Alternativ kann man die Musik auch mit schönen Effekten hinterlegen (ähnlich wie z.B. Milkdrop für Winamp).

Schließlich kann man sich auch Videos anschauen. Nicht nur DVDs und BDs, sondern auch Dateien, und zwar alles, was MPEG heißt. Also MPEG 1, 2, 4 (inklusive AVC) in Auflösungen bis zu 1080p. Zwar sind AVIs (z.B. DivX-kodiert) nicht möglich und ebensowenig das beliebte WMV-Format, aber MP4 (AVC) ist stark im Kommen und sowieso das derzeit beste Videoformat. Außerdem gibt es hier noch eine Möglichkeit für fortgeschrttene Benutzer, doch dazu später mehr.

Internet

Die PlayStation 3 ist stark auf das Internet ausgelegt. Zwar kann man sie auch ohne Internetanschluss verwenden, aber so richtig schön ist es erst mit – aber wer das hier lesen kann, ist sowieso schon infiziert und weiß, dass dies eher normal und nicht auf die PS3 beschränkt ist. Zunächst einmal gibt es einen sehr brauchbaren Browser, bei dem man auch mehrere Seiten direkt nebeneinander (statt in Tabs) öffnen und herumschalten und -zoomen kann. Dieser ist nicht nur wesentlich flotter als der PSP-Browser, er versteht auch moderne Features wie AJAX (Web 2.0) und hat verbesserte Flash-Unterstützung (YouTube funktioniert beispielsweise wunderbar). Dann kann man noch eine Freundesliste aufbauen, über die man Kurznachrichten austauschen oder einen Text-, Audio- oder Videochat führen kann (auch mit mehreren Personen). Und man kann sehen, was die anderen so gerade Spielen, das wird wohl auch noch ausgebaut, so dass man sich dann später einfach dazugesellen kann, sofern man das Spiel auch besitzt.

Und dann gibt es da noch den PlayStation Store, in dem man sich kostenlose (z.B. Trailer für Filme oder Spiele und spielbare Demoversionen) und -pflichtige Inhalte herunterladen kann. Für die Bezahlinhalte gibt es ein virtuelles Portemonnaie, das kann man entweder mit Kreditkarten oder Prepaid-Karten auffüllen kann. Dafür gibt es dann z.B. speziell für die PS3 entwickelte Spiele, die man nur im Onlineshop herunterladen und nicht auf BDs kaufen kann. Oder komplette PS1- und später sogar PS2-Spiele in Dateiform, wobei man PS1-Spiele dann auch auf die PSP übertragen und dort spielen können wird. Darüberhinaus wird es auch noch Kaufmusik und komplette Filme und Serien geben, also die komplette Bandbreite des digitalen Entertainment.

Im Gegensatz zur XBox 360, die einen vergleichbaren Onlinedienst hat, ist das Onlinespielen und Video-Chatten übrigens grundsätzlich kostenlos. Es wird zwar einige MMORPGs (a la Word Of Warcraft) geben, die einen monatlichen Beitrag erforden, aber die Mehrheit der Spiele wird online kostenfrei bleiben.

Schnittstellen

Die Anschlussmöglichkeiten der PS3 sind enorm. Als bekannte Ausgänge gibt es Multi-AV (bekannt von PS1 und PS2, alte Kabel können weiterverwendet werden) und einen optischen Digitalausgang für die Surround-Anlage. Neu dazugekommen ist HDMI (in der neuesten Spezifikation 1.3), welches für den Anschluss von HD-Fernsehern gedacht ist. Im Unterschied zum Multi-AV wird hier Bild und Ton digital übertragen, was im Zeitalter der Digitalen Bildschirme durchaus Sinn macht, weil man dann nicht mehr von digital zu analog und wieder zu digital wandeln muss. Darüberhinaus wird das Signal auch noch mit HDCP verschlüsselt, was in Zukunft eine Grundvorrausetzung für das Abspielen von HD-Filmen sein wird. Filme, die ab 2011 erscheinen, werden ohne nicht mehr in voller Auflösung (nur noch ein Viertel) oder gar nicht mehr abgespielt. Das wird dann die Besitzer des externen HD-DVD-Laufwerks für die XBox 360 treffen, weil man HDMI nicht nachrüsten kann.
Dann gibt es natürlich auch noch einen Gigabit-Ethernet-Anschluss und in der 60GB-Version auch WLAN, um ins Internet zu kommen bzw. mit der PSP zu kommunizieren (siehe unten). Für die 20GB-Version wird man das später nachrüsten können, und zwar über einen der vier USB-Anschlüsse. Damit kann man auch schon etliche andere Geräte verwenden, und in Zukunft werden es sicher mehr werden. Ebenfalls nachrüsten kann man einen Kartenleser (Secure Digital, Compact Flash und Memory Stick), den die 60GB-Version bereits mitbringt, oder man nimmt gleich USB-Sticks für Datentransporte. Kabelloses Zubehör ist auch möglich, und zwar über Bluetooth, worüber auch die Controller funktionieren. Man kann so zum Beispiel sein Bluetooth-Headset, das eigentlich für’s Handy gedacht war, zum Voicechat in Spielen wie Resitance einsetzen. Es funktionieren nicht alle Geräte, aber doch eine Menge und es werden mehr.

Nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass die Festplatte austauschbar mit einer handelsüblichen 2,5″-SATA-Platte. Das sind die kleineren Notebook-Festplatten, derzeit mit bis zu 200GB zu kriegen. Im Handbuch ist sogar der Vorgang des Austausch beschrieben, aber verständlicherweise kann Sony hierfür nicht die Zusammenarbeit garantieren. Die Garantie geht zwar nicht verloren, aber es wird auch keine Unterstützung geboten, falls die Platte nicht erkannt wird. Bei Festplattengrößen gibt es immer so “magische Grenzen”, oberhalb der ältere Controller nicht mehr mit den neuesten Platten zurecht kommen. Diese ist zwar derzeit noch nicht erreicht, aber man kann davon ausgehen, dass eine solche sich wieder herauskristallisieren wird und man vielleicht bis maximal 512GB aufrüsten kann (nur eine Schätzung).

Übrigens verfügt die PS3 über ein integriertes Netzteil, weshalb man direkt einen sogenannten Kaltgerätestecker anschließt und nicht irgendwo einen dickes, heißes Netzteil-Klotz unterkriegen muss. Man muss (im Gegensatz zur XBox 360) nur dafür sorgen, dass die PS3 selbst nicht zugestellt ist und genügend Raum hat, ihre Abwärme herauszublasen. Dabei ist sie so flüsterleise, wie man es sich nur wünschen kann. Man muss schon nah rangehen, um überhaupt etwas zu hören, und zwar auch nach zig Stunden Dauerbetrieb! Es kommt zwar ziemlich warme Luft aus den Lüftungsschlitzen, aber Überhitzungsprobleme treten nicht auf.

Optische Medien werden wie gesagt vom Blu-ray-Laufwerk verarbeitet. Dieses hat drei große Vorteile: erstens benötigt es zum Lesen von Daten eine viel geringere Drehzahl als flotte DVD-Laufwerke (wie z.B. in der XBox 360), was dem Geräuschpegel sehr zuträglich ist. Zweitens können sich Spieleentwickler mit dem viel größeren vorhandenen Platz freier entfalten, ohne ständig an die Grenzen einer DVD (4,5 bzw. 8,5GB) denken zu müssen. Ab der 4,5-GB-Grenze verlängern sich die Ladezeiten, weil doppelschichtige DVDs nicht so schnell gelesen werden können, und über 8,5GB müssen auch noch mehr als eine Scheibe ausgeliefert (und im Spiel gewechselt) werden. Bei Blu-ray lauten die Grenzen 25 und 50GB! Resistance ist so ein Spiel, es belegt bereits 16GB auf der Scheibe. Das liegt unter anderem daran, dass gleich alle Sprachfassungen auf ein und der selben stecken. Der Vorteil hierbei: es muss nur ein Master durch die aufwändigen Abschlussprüfungen gebracht werden, das spart Zeit und Geld, und der Spieler kann die Sprache frei wählen. So habe ich mir zum Beispiel Final Fantasy 10 aus GB importiert, weil ich nur so die englische Sprachausgabe mit englischen Untertiteln unterlegen konnte (die deutsche Fassung hatte keinen Platz mehr für englische Texte!). Und drittens kann man sich eben auch Filme auf Blu-ray kaufen oder aus der Videothek leihen, wenn man sowieso schon für die Spiele auf HD aufgerüstet hat.

Zusammenspiel mit der PSP

Wenn man neben der PS3 auch noch eine PSP besitzt, kann man mit den beiden nette Dinge anstellen, man kann die PSP nämlich als Fernbedienung nutzen. Klingt unspektakulär? Dann habe ich wohl vergessen, zu erwähnen, dass die PS3 das Bild und den Ton an die PSP über WLAN sendet! Auf diese Weise kann man Bilder, Musik, Videos und später auch Spiele, die auf der PS3-Festplatte liegen, auf die PSP streamen (nicht kopieren, einfach nutzen). Das ist zwar fürs erste auf die Funkreichweite der PS3 beschränkt, später wird man die heimische PS3 aber auch übers Internet von wo auch immer mit der PSP anzapfen können. Für Spiele macht das aber nur begrenzt Sinn, weil bei dem ganzen Hin- und Herschicken sicherlich die Reaktionszeit für Actionspiele nicht mehr ausreicht und das Display ja nun schon eine deutlich niedrigere Auflösung hat. Aber man wird sicher Spiele finden, die dafür geeignet sind, dass man sie unterwegs einfach ein wenig weiterspielt (Hotspot vorrausgesetzt).

Linux

Falls ihr es noch nicht wusstet: die PS3 kann als vollwertiger Linux-Computer verwendet werden. Das ist zwar sicherlich eher für fortgeschrittene Benutzer gedacht, aber dennoch hat Sony versucht, es so einfach wie möglich zugänglich zu machen. In den Settings findet sich ein Partitionierungstool, mit dem man auf der Platte eine Linuxpartition einrichten kann. Anschließend kann man es auch installieren, und wenn man möchte, kann man die Defaulteinstellung auch so setzen, dass beim normalen Einschalten des Geräts direkt Linux gebootet wird (5 Sekunden Einschalttaste drücken bootet in die XMB). Man kann aber auch umschalten.

Mit Linux wird dann so gut wie alles möglich, was man eventuell noch im XMB vermisst hat. Man wird z.B. mit Firefox surfen, Dokumente mit OpenOffice bearbeiten, E-Mails mit Thunderbird checken, beliebige Videoformate mit MPlayer abspielen können und noch vieles mehr. Die beiden einzigen Hindernisse sind eigentlich “nur”, dass es sich nicht um einen X86er Prozessor handelt und dass der Hauptspeicher mit 256 MB etwas knapp ist. Ersteres ist kein Problem, wenn man den Quellcode des gewünschten Programms hat. Dann dürfte auch schnell eine Version zu finden sein, die auf der PS3 laufen wird, schlimmstenfalls selber kompilieren (für noch ein wenig weiter fortgeschrittene Benutzer). Außerdem gibt es bereits eine sehr große Bibliothek an Programmen, die schon passend gemacht wurden, da ist vieles schon da.
Den knappen Speicher hingegen kann man nicht so einfach abtun. Teilweise lässt sich damit umgehen, indem man eben Dinge nacheinander erledigt, und nicht zig Programme gleichzeitig laufen lässt. Manche andere Sachen (z.B. Videos editieren) dürften aber völlig unmöglich sein. Die PS3 eignet sich aber dennoch als Zweitcomputer oder für sehr genügsame Ansprüche einiger Otto-Normalverbraucher – was tun viele schon mehr mit dem Computer als Surfen, E-Mails und “Word”?

Was noch nicht so schön ist

Zu wünschen übrig lässt leider die Tatsache, dass man vieles mehr oder weniger alte PS1/PS2-Zubehör nicht verwenden kann, weil Sony nur für die Memory Card einen Adapter herausgegeben hat, aber nicht für den alten Controller-Anschluss. Es gibt zwar solche längst für den PC, und man kann PS3-Spiele, die keine Bewegungssensoren brauchen, auf diese Weise tatsächlich mit DualShock2-Pads spielen – aber dort, wo sie am wünschenswertesten wären, versagen sie: sobald man ein PS1- oder PS2-Spiel einlegt, verlangt die PS3 das Drücken der neuen PlayStation-Taste. Diese existiert aber natürlich weder am alten Pad noch am Adapter, und es gibt auch keinen Workaround dafür. Die einzige Hoffnung ist, dass Sony entweder einen eigenen Adapter mit eben dieser Taste nachreicht, oder die Emulation so verändert, dass es ohne den speziellen Tastendruck funktioniert. Und dann bitte auch gleich das Rumble-Feature nicht vergessen, wenn schon nicht bei den neuen, dann wenigstens bei den PS1-/PS2-Titeln, dafür nehme ich auch wieder ein Kabel in Kauf!

Ebenfalls schade ist, dass die PS3 die alten Titel nicht auf die Bildschirmgröße des eventuell angeschlossenen HDTV hochskaliert. Es muss ja nicht unbedingt die Grafik verbessert werden, aber wenigstens hochrechnen sollte drin sein! Es kommen nämlich nicht alle HDTV gut mit den SDTV-Signalen (Standard Density, niedrige Auflösung) zurecht, bei manchen ist es zu dunkel oder verzerrt oder mit Bildfehlern. Mit hochskalierten Signalen könnte man das Display immer in der höchsten Auflösung ansprechen, mit der es auch am Besten zurechtkommt. Das gleiche gilt für DVDs, die auch noch nicht hochskaliert werden (was z.B. die XBox 360 und viele bessere DVD-Player hinkriegen).

Schließlich ist es zwar eine gute Sache, dass man für Texteingaben zum Beispiel im Browser eine angeschlossene Tastatur verwenden kann. Aber warum muss dann trotzdem die Eingabemaske erscheinen, die für die Eingabe mit dem Controller notwendig ist? Warum kann man dann nicht einfach das Textfeld anwählen und sofort lostippen, wie man das z.B. vom PC kennt? Doch jedes mal popt dann das kleine Fenster auf, auf Dauer sicher nervig und sollte schleunigst abschaltbar gemacht werden.

Nachwort

Uff, das war jetzt schon einge ganze Menge Geschreibsel. Die PS3 ist eben ziemlich vielseitig, und ich wusste nicht, wo ich das sinnvoll aufteilen konnte, ohne für jeden kleinen Absatz einen neuen Blogeintrag aufzusetzen. Zum Abschluss möchte ich noch betonen, dass die hier beschriebenen Eigenschaften nur die derzeitig verfügbaren oder in unmittelbarer Zukunft angekündigten Fähigkeiten beschreiben. Da man die Firmware jederzeit auf einen neueren Stand bringen kann, zum Beispiel übers Internet oder auf der Scheibe von Spielen, die eine neuere Version vorraussetzen, kann da noch wesentlich mehr dazukommen. Was schon klar ist, ist verbesserte Kompatibilität – mehr Treiber für USB- und Bluetooth-Geräte sowie die letzten paar zickigen PS1/PS2-Spiele ausbessern.

Ansonsten bleibt die Zukunft spannend, ich lasse sie gerne geduldig auf mich zukommen. Auch wenn es sicher nicht so schön ist, dass die PS3 bei uns mal wieder zuletzt ankommt und auch woanders derzeit Hard- und richtig überzeugende Software noch spärlich vorhanden sind: es hat endlich begonnen. Und auch wenn die XBox 360 grafisch sicherlich nicht deklassiert, oder, wie Sony gerne großkotzig betont, noch gar nicht Next-Gen ist – die PS3 hat einige knallharte Vorteile auf ihrer Seite. Hier kann man den optischen Hochgenuss ohne laute Lüfter und kräftig röhrendes Laufwerk genießen, hier kriegt man die Filmoption gleich mitgeliefert (und nicht gegen Aufpreis in einem weiteren externen Kästchen (3 inklusive Netzteil) mit automatischer Sinnbefreiung ab 2011). Für das Gebotene sind 500 Euro nicht zuviel – wenn man denn mit dem vielfältigen Mehrnutzen etwas anfangen kann. Wer wirklich vom ersten bis zum letzten Tag garantiert nichts anderes als Spielen möchte, für den mag das Gerät tatsächlich nach Wucher riechen. Aber es steht ja jedem frei, das zu kaufen, was den eigenen Wünschen am ehesten entspricht. Und man kann immer auf Preissenkungen hoffen – bei der PS2 wurde in weniger als einem Jahr der Preis um etwa 30% gesenkt! Das kann natürlich niemand bei der PS3 garantieren, aber träumen wird man doch wohl noch dürfen, oder? :)

Ein kleiner Nachtrag zur Einleitung meiner PS3-Serie: die PlayStation 3 wurde in Europa auf März 2007 verschoben. Zudem werden in den USA und insbesondere in Japan nur deutlich kleinerer Stückzahlen als ursprünglich geplant zur Vefügung stehen. Der Grund dafür ist die extreme Knappheit an blauen Laserdioden, die für das Blu-ray-Laufwerk benötigt werden. Diese Nachricht ist schlicht zum Kotzen und bringt selbst die gestandene Sony-Fans reihenweise auf die höchste Palme. Übrigens kam das selbst für die europäische Zentrale äußerst überraschend, sonst hätte sie auch wohl kaum erst gestern eine neue Werbekampagne mit 60 Millionen Euro Budget gestartet! Die wird jetzt wohl einige Monate später gesendet.

Aber die kleinen Sony-Hasser weltweit feiern natürlich ein Freudenfest. Links dazu spare ich mir mal, aber die gehen natürlich gerne mal in die Richtung “Siehste! Das hat schon nicht gestimmt, also stimmt der Rest auch nicht!“. Und so wie es aussieht wird das fröhliche PS3-Verunglimpfen zumindest in den europäischen Gefilden noch eine ganze Weile nicht sein Ende finden. Das ist für mich das Schlimmste an der ganzen Verschiebungsgeschichte. Die besten Spiele lassen eh noch eine Weile auf sich warten und außerdem kommt für die PlayStation 2 noch reichlich äußerst interessantes Futter. Also: Kopf hoch, und außerdem habe ich noch längst nicht einmal alle bereits erschienenen interessanten PS2-Spiele durch…